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Bad Soden, September 2009
Sehr geehrte CADISON-Kunden und -Interessenten,
wir freuen uns, Ihnen die aktuelle Ausgabe unseres CADISON Technical Newsletters präsentieren zu dürfen.
Dieser Service versorgt Sie monatlich mit technischen Informationen rund um CADISON und unterstützt Sie in der Software-Anwendung.
Im vorliegenden Newsletter wollen wir diesmal verstärkt auf die Nutzung aller Vorteile der integrierten CADISON-Lösung innerhalb der Apparatekonstruktion mit externen CAD-Systemen eingehen. Konkret demonstrieren wir Ihnen dies am Anwendungsthema Behälterkonstruktion. Wir zeigen Ihnen Ratschläge und Möglichkeiten, die Ihnen die tägliche Arbeit mit CADISON erleichtern und Sie schneller und effektiver ans Ziel bringen:
=> Engineering statt nur Konstruktion!
Damit ein durchgängiges Engineering auch mit extern erstellten Apparaten aus anderen CAD-Systemen möglich wird, sind bestimmte Vorgehensweisen zu beachten. Die notwendigen Schritte sind unter den einzelnen Punkten detailliert beschrieben (Sie kommen mit einem Klick direkt zum gewünschten Abschnitt im Newsletter). Alle Themen können Sie sich auch als praktisches Beispiel im Film anschauen. Klicken Sie dazu einfach auf das Abspiel-Symbol.
Innerhalb der Ausführungsplanung kommt es oft vor, dass bereits erstellte Behälter oder anderes Equipment aus einer bereits existierenden CAD-Zeichnung in CADISON verwendet werden sollen. Diese Zeichnungen sind allerdings rein statisch und enthalten keine CADISON-Objektinformationen.
Generell kann man aus allen Apparaten oder Maschinenkonstruktionen, die außerhalb von CADISON erstellt wurden, intelligente CADISON-Objekte erzeugen.
Objekte/Konstruktionen können in CADISON einmalig für ein Projekt oder wieder verwendbar angelegt werden. Wir gehen auf beide Möglichkeiten näher ein und stellen die Vor- und Nachteile dar.
In beiden Fällen wird dabei das neutrale CAD-Format ACIS zum Export und Import verwendet.
Reduzierung der Objektdatengröße vor der Integration
Die Verwendung von extern erstellten Konstruktionszeichnungen innerhalb der Anlagenplanung ist durchaus sinnvoll. Allerdings ist dabei keine große Detailtiefe in der Darstellung erforderlich. Wichtig sind hier die Anschlusspunkte, an denen Rohrleitungen angeschlossen werden sollen. Somit werden keinerlei sonstige CAD-Daten von Objekten, die sich im Behälterkörper befinden (z. B. Düsen, Rohre, Bleche, Schrauben usw.), benötigt.
In den verschiedenen CAD-Applikationen (z. B. Autodesk Inventor) existiert bereits heute die Möglichkeit, die Darstellungsweise der Zeichnungsdaten vor dem Export zu komprimieren oder nicht erforderliche Bauteile zu unterdrücken, so dass diese nicht exportiert werden.
In der nachfolgenden Abbildung ist dies am Beispiel der detaillierten Verschlußschrauben dargestellt.
Beispiel bitte klicken
Funktion Autodesk Inventor: Details unterdrücken
Durch diese Einstellung werden unnötige Details nicht nach CADISON übertragen und die Datenmenge entsprechend reduziert. Dies trägt maßgeblich zur Steigerung der Performance bei.
Tipps zu Autodesk Inventor:
Ab der Version Autodesk Inventor 2010 gibt es eine neue Funktion „Konturvereinfachung“. Hiermit können von allen Flanschen unnötige Löcher des Lochkreises vor dem Export ausgeblendet werden. Weitere Details erfahren Sie in der Autodesk Inventor Dokumentation.
Weiterhin ist es ab der neuen Autodesk Inventor Version 2010 möglich, eine Inventor-Zeichnung direkt in ein DWG-Zeichnungsformat zu exportieren.
Dieses Zeichnungsformat kann dann wiederum in CADISON eingelesen und in ein sog. intelligentes Objekt umgewandelt werden.
Import aus externer CAD-Applikationen zur einmaligen Verwendung
Hierbei wird in der entsprechenden CAD-Anwendung das Equipment im ACIS-Format exportiert und anschließend als neues Objekt im CADISON 3D-Designer importiert. Da der Behälter nur für dieses eine Projekt verwendet werden soll, muss eine Integration schnell, einfach und unkompliziert erfolgen.
Abbildung: Behälter mit „Hilfsflansch“
Tipp:
Zur weiteren Verwendung im Projekt müssen am Objekt die richtigen Anschlussinformationen hinterlegt werden. Hierzu wird ein sog. „Hilfsflansch“ hinzugefügt und als Unterobjekt dem Behälter zugeordnet. Dieser Flansch enthält dann bereits die wesentlichen Anschlussinformationen.
Achtung:
Da dieser Flansch nicht real existiert und somit auch in keiner Materialliste auftauchen soll, muss in CADISON am Objekt die Option: „Objekt wird in Reports ausgegeben“ deaktiviert werden.
Beispiel bitte klicken
Abbildung: Option: „Objekt wird in Reports ausgegeben“
Vorteile:
schnell, unkompliziert, effektiv
Nachteil:
Hilfsbauteil (Flansch) wird als reales Bauteil in der Datenbank verwaltet.
Import aus externer CAD-Applikationen zur mehrfachen Verwendung
Komplexe Maschinenbaukonstruktionen, die im Projekt oder projektübergreifend mehrfach verwendet werden sollen, können als Objekt im CADISON-Objektmanager abgelegt werden.
Zunächst werden hierzu die Zeichnungsdaten mit Hilfe des ACIS-Formates in den CADISON 3D-Designer importiert.
Anschließend werden die Anschlusspunkte positioniert und das Bauteil im Objektmanager abgelegt. Dort können dann die zugehörigen Anschlussinformationen definiert werden.
Das intelligente Objekt steht anschließend allen CADISON-Anwendern zur Verfügung.
Importiertes intelligentes Objekt aus einer Third Party CAD-Anwendung in CADISON
Detailzeichnungen können im CADISON-Objektmanager in der CADISON-Objektklasse „Div. Elemente“ abgelegt werden (ähnlich wie ein neues P&ID-Symbol).
Mehrere Einzelelemente können in einer Baugruppe zusammengefasst und einzeln in der Objektklasse „Baugruppen“ abgelegt werden. Dadurch sind alle erforderlichen Informationen im CADISON-Objektmanager abgelegt und stehen somit allen Projekten zur Verfügung.
Sobald diese Objekte in der Projektdatenbank definiert und abgelegt sind, können diese fortlaufend für alle Gewerke innerhalb der Anlagenplanung verwendet werden.
Diese Funktion wird bereits von vielen CADISON-Anwendern benutzt.
Im nachfolgenden Beispiel wird eine Düse im CADISON-Objektmanager abgelegt.
Beispiel bitte klicken
Vorteil:
Die Apparate-Einzelteile sind als intelligente CADISON-Objekte vollständig in der CADISON-Projektdatenbank abgelegt und stehen dadurch im gesamten Anlagenzyklus zur Verfügung.
Beispiel: das Einzelteil „Düse“ kann dadurch kalkuliert, projektiert und gewartet werden.
Nachteil:
Die Detailzeichnungen sind rein statisch abgelegt und haben keine technische Verbindung mehr zum Original. Dadurch müssen sie immer manuell aktualisiert werden. Der Aufwand minimiert sich allerdings, wenn man mit vielen Standardbauteilen oder -baugruppen arbeitet.
Die Apparatekonstruktion kann durch die Verwendung von CADISON MATPIPE zusätzlich voll parametrisiert aufgebaut werden. Dadurch können viele 3D-Standardapparate einfach, schnell und effizient erstellt und verwaltet werden.
Separate Einzelkonstruktionen von Behältern können direkt im 3D-Designer erstellt werden. Die Grundbauteile (z. B. Behältermäntel, Klöpperböden oder Flansche) sind dabei sofort verfügbar.
Aufwendigere Sonderkonstruktionen werden sinnvoller direkt mit AutoCAD-Funktionen erstellt und als sog. Volumenkörper dem CADISON-Objekt Behälter zugewiesen.
Hinweis:
Ab AutoCAD Version 2010 können Sie auch parametrisch konstruieren.
Beispiel:
Bei einem Behälter sind alle Stutzen auf 360° verteilt.
In normgerechten Apparatezeichnungen sollen aber alle Stutzen, die sich von 270° bis 90° befinden, auf der rechten Seite und alle Stutzen von 90° bis 270° auf der linken Seite positioniert werden.
In der normalen Vorderansicht ist dies allerdings nicht darstellbar, weil es die tatsächliche Ansicht ist.
Tipp:
Im CADISON 3D-Designer gibt es hierzu die Funktion „2D-Ableitung erstellen“. Diese Funktion muss aus dem ausgewählten Ansichtsfenster heraus gestartet werden und sollte vor dem Verteilen der Stutzen auf 360° angewandt werden.
Die Apparatekonstruktion im Anlagenbau ist ein wichtiger Bestandteil der Projektplanung. Hierbei sollte der Anwender vor dem Beginn der Planung entscheiden, welche der beiden aufgezeigten Möglichkeiten angewandt werden soll.
Bei beiden beschriebenen Vorgehensweisen sollten im Voraus die bestehenden Vor- und Nachteile berücksichtigt werden.
Um unsere Informationen und Produkte zukünftig noch besser auf Ihre Anforderungen abstimmen zu können, benötigen wir Ihre Unterstützung. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich noch 1 Minute Zeit nehmen, um unsere Fragen zu beantworten. Vielen Dank!
Waren diese Informationen für Sie hilfreich?
Können Sie sich vorstellen, Ihre Apparate zukünftig komplett in CADISON zu verwalten?
Sollten wir hierzu zusätzliche Objektklassen für den Apparatebau zur Verfügung stellen?
Falls Sie zusätzliche Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Informieren Sie sich bei unserer CADISON Hotline oder besuchen Sie eines unserer Trainings zu einem konkreten Thema.
Wir hoffen, dass die Informationen in diesem Newsletter für Sie hilfreich waren.
Dieser Newsletter ist ein Service der ITandFactory GmbH.
Falls Sie künftig den monatlichen CADISON Technical Newsletter nicht mehr beziehen möchten oder Anregungen haben, senden Sie uns bitte eine formlose E-Mail an cadison@ITandFactory.com
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